Tulpen

Carl Welkisch » Lebensweg

Carl Welkisch ist ein noch kaum bekannter christlicher Mystiker, dem im Wachbewusstsein Einblicke in die übersinnliche Welt, in besonderen Fällen sogar über das Wesen Gottes zuteil werden.

Carl Welkisch wurde am 14. Dezember 1888 im heute polnischen Gloden als Sohn eines Lehrers geboren. Schon als kleiner Junge war er hellsehend und erlebte dabei geistige Wesen, welche anderen verborgen blieben. In seinem siebten Lebensjahr wurde er beim Lesen eines Bibeltextes in den innersten Himmel erhoben und zur Christusnachfolge berufen: „Auch Du bist zu diesem Weg berufen und sollst das gleiche Ziel erreichen!” Erst viele Jahre später sprach er von diesem Erleben zu seiner Familie.

Nach dem Schulabschluss absolvierte er auf Wunsch seines Vaters eine kaufmännische Lehre. Nach dem frühen Tod des Vaters im Jahre 1907 gab er die berufliche Laufbahn auf und eröffnete 1910 auf innere Weisung hin eine Praxis als geistiger Heiler in Bromberg, später in Breslau. Schon als Kind hatte er Heilungen durch Gebet erleben dürfen und glaubte nun, gleich Jesus, den Menschen aus göttlichen Kräften helfen zu dürfen. In den fast 20 Jahren dieser mehr nach aussen gerichteten Wirksamkeit als geistiger Heiler durfte er immer wieder grosse Heilungen vollbringen, doch längst nicht in dem Masse, wie er sich dies gewünscht hätte und wozu, wie er innerlich fühlte, auch die göttliche Kraft vorhanden war.

Im Jahre 1912 kam er zu Carl Huter, dem Begründer der Psycho -Physiognomik, der ihm zum väterlichen Freund und Lehrer wurde und ihm half, sein Hellfühlvermögen richtig auszubilden. Bei Carl Huter, der selbst von Kindheit an in innigem Kontakt mit Engeln und der geistigen Welt stand, erlebte er die geistige Freiheit und Weite, wie er sie für seinen besonderen Weg unbedingt brauchte. Nur in dieser vollen inneren Freiheit und Eigenständigkeit und in innerer Offenbarung von Christus und Gottvater geführt, konnte Carl Welkisch seiner Berufung zur Christusnachfolge als neuzeitlicher Mystiker gerecht werden.

1934 wurde Carl Welkisch wegen seiner Schauungen und Aussagen über Adolf Hitler verhaftet, kam erst ins Breslauer Gefängnis und dann ins Konzentrationslager nach Berlin, wohin er als Mystiker die Gottesliebe tragen sollte. Durch Gottes Eingreifen wurde er mangels Anklage nach zehn Monaten auf freien Fuss gesetzt, durfte sich fortan jedoch nicht mehr öffentlich betätigen. Somit war ihm das Weiterführen seiner Praxis als Heiler verwehrt. Schon vor seiner Verhaftung war er von persönlichen Behandlungen zunehmend auf geistige Fernbehandlungen übergegangen. Später wurde er von Christus aufgefordert, täglich während der sogenannten 18 Uhr-Behandlung die Gottesliebe in sich aufzunehmen und an alle Menschen weiterzuleiten. Diese Aufgabe werde auch nach seinem Hinübergang in die jenseitige Welt weitergehen! Zwar behandelte er in den späteren Jahrzehnten immer wieder auch persönlich Menschen, die seine Hilfe suchten, doch seine eigentliche Aufgabe war: Er sollte sich schon zu Lebzeiten als Stellvertreter der Menschheit vor Gott bis ins Äusserste des Leibes von der Gottesliebe durchdringen und heiligen lassen. Durch dieses Vordringen der göttlichen Liebe bis hinein in die Materie, welches er als „Geburt Gottes im Menschen” bezeichnet, kann Gott dem Menschen in einer bisher nicht möglich gewesenen Weise liebend und helfend entgegenkommen. Es wird laut Offenbarung Gottvaters damit ein neues Zeitalter in der Menschheitsgeschichte eingeleitet.

Sein Leben war bestimmt durch das übersinnliche Erleben der Gottesliebe bis hinein in jede Körperzelle. Auf seinem Weg der Christusnachfolge musste er immer wieder in übersinnlichem Erleben die Passion Jesu erleiden, um gleich diesem ganz offen für Gottvater und SEINE unendliche Liebesfülle zu werden. Carl Welkisch erlebte und erlitt somit gleichermassen die Gegensätze dieser Welt in sich: die niedere satanische Geisterwelt, wie sie in der Hitlerzeit auch im Äusseren bestimmend wurde, und gleichzeitig die alles überwindende, erlösende und aufwärtsziehende Gottesliebe, die jedem Menschen in gleicher Liebe begegnen möchte.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Carl Welkisch mit seinen Angehörigen aus der schlesischen Heimat vertrieben. Erst nach mehrjährigem Erleiden des Flüchtlingselends in provisorischen Unterkünften fand er schliesslich eine neue Heimat in Überlingen am Bodensee.

Carl Welkisch starb in aller Stille am 9. August 1984 fast 96 jährig in Überlingen.

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